Methoden · Vertiefung
Asymmetrische Chancen-Risiko-Bewertung: Entscheiden nach der Form von Gewinn und Verlust
Wie du Optionen findest, deren Verlust begrenzt und deren Gewinn offen ist, und Optionen mit verstecktem großem Schaden aussortierst.
So funktioniert die Methode
Zwei Optionen mit gleichem Erwartungswert können völlig verschieden riskant sein. Der Erwartungswert ist der mit Wahrscheinlichkeiten gewichtete Durchschnitt aller Ergebnisse. Er sagt, was im Mittel herauskommt, wenn du dieselbe Entscheidung sehr oft triffst.
Wie weit die einzelnen Ergebnisse streuen und wohin sie ausreißen, sagt er nicht. Genau hier setzt die Methode an.
Sie fragt nach der Form der Verteilung: Wo liegt der schlimmste Fall, wie wahrscheinlich ist er, und lässt er sich verkraften? Auf der anderen Seite: Ist der Gewinn nach oben gedeckelt, oder bleibt er offen?
Taleb beschreibt den Unterschied mit zwei Begriffen aus der Mathematik, hier vereinfacht. Konvex heißt: Der Verlust ist begrenzt, der Gewinn wächst überproportional, wenn es gut läuft.
Konkav heißt: Der Gewinn ist gedeckelt, der Verlust wächst überproportional, wenn es schlecht läuft. Ein Beispiel für konkav ist ein Liefervertrag mit fester Marge und unbegrenzter Haftung.
Konvex begrenzt den Verlust, konkav begrenzt den Gewinn
Konvex
Umfeld schlecht: Verlust begrenzt auf den Einsatz. Umfeld gut: Gewinn offen, er wächst überproportional.
Konkav
Umfeld gut: Gewinn gedeckelt. Umfeld schlecht: Verlust wächst stark.
Daten als Tabelle
| Profil | Wenn das Umfeld schlecht ist | Wenn das Umfeld gut ist | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Konvex | Verlust begrenzt auf den Einsatz | Gewinn offen | Pilot mit Ausstiegspunkt |
| Konkav | Verlust wächst stark | Gewinn gedeckelt | Lizenz mit Exklusivität |
Der praktische Hebel ist die Option. Zerlegst du eine Entscheidung in Stufen und darfst nach jeder abbrechen, begrenzt das den Verlust auf den Einsatz der jeweiligen Stufe. Den Gewinn begrenzt es nicht.
Die Finanzwirtschaft nennt solche Handlungsspielräume Realoptionen: die Möglichkeit, zu warten, auszubauen oder auszusteigen.
MerksatzBegrenze den Verlust, lass den Gewinn offen. Der Erwartungswert allein zeigt den Unterschied nicht.
Woher kommt die Methode?
Die Bausteine sind seit Jahrzehnten etablierte Entscheidungs- und Finanztheorie. Die Formel von der „asymmetrischen Wette“ ist dagegen vor allem Popularisierung.
| Jahr | Was | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1713 | Nicolas Bernoulli formuliert in einem Brief das später so genannte St.-Petersburg-Paradoxon | Erster bekannter Fall, in dem der Erwartungswert als Entscheidungsregel versagt |
| 1738 | Daniel Bernoulli veröffentlicht seine Analyse des Paradoxons | Nutzen statt Geldbetrag als Maßstab |
| 1952 | Harry Markowitz veröffentlicht Portfolio Selection im Journal of Finance | Rendite und Varianz werden gemeinsam bewertet |
| 1977 | Stewart Myers prägt den Begriff Realoption, zuerst im Arbeitspapier von 1976 (Myers 1977) | Handlungsspielräume in Projekten werden bewertbar |
| 1979 | Kahneman und Tversky veröffentlichen die Prospect Theory | Verluste wiegen psychologisch schwerer als gleich große Gewinne |
| 1999 | Rita McGrath wendet Realoptionen auf unternehmerisches Scheitern an (Academy of Management Review) | Kleine, begrenzte Einsätze mit offenem Ausgang als Strategie |
| 2012 | Taleb veröffentlicht Antifragile | Konvexität und Optionalität als Prinzip, Empfehlung kleiner Wetten mit asymmetrischer Auszahlung |
| 2016 | Jeff Bezos unterscheidet im Aktionärsbrief zu 2015 Typ-1- und Typ-2-Entscheidungen (one-way und two-way doors) | Umkehrbarkeit als Kriterium für Tempo und Sorgfalt |
Das St.-Petersburg-Paradoxon zeigt das Grundproblem. Ein Münzwurfspiel hat einen unendlichen Erwartungswert, trotzdem würde kaum jemand mehr als einen kleinen Betrag einsetzen.
Daniel Bernoulli zog daraus den Schluss, dass Menschen den Nutzen eines Ergebnisses bewerten. Jeder zusätzliche Euro zählt umso weniger, je mehr Vermögen schon da ist.
Markowitz machte die Streuung zur zweiten Größe neben der Rendite. Prospect Theory beschrieb dann, wie Menschen tatsächlich entscheiden: Ihre Wertfunktion verläuft für Verluste steiler als für Gewinne. Mehr dazu unter Verlustaversion.
Realoptionen sind ein etablierter Ansatz der Investitionsrechnung, in der Praxis aber eine Nebenmethode. In einer Befragung von 392 Finanzvorständen nutzten 26,6 Prozent sie immer oder fast immer, den Kapitalwert dagegen 74,9 Prozent (Graham und Harvey 2002).
Als Hürden nennt die Literatur die technische Komplexität und dass Projekte nicht gehandelt werden (Wikipedia: Real options valuation). Die Volatilität muss deshalb geschätzt werden.
Gegenmittel
So wendest du die Methode Schritt für Schritt an
Eine asymmetrische Bewertung dauert 2 bis 3 Stunden im kleinen Kreis, mit Tabellenkalkulation. Einen festen, publizierten Ablauf gibt es nicht. Die folgende Reihenfolge ist eine Ergänzung von T1Leaders. Sie setzt sich aus Erwartungswertrechnung, Realoptionen und Bezos' Unterscheidung nach Umkehrbarkeit zusammen.
- Verlustgrenze festlegen (15 Minuten). Bevor du eine Zahl rechnest: Welcher Verlust wäre existenzbedrohend oder politisch nicht tragbar? Diese Grenze gilt später als Ausschlusskriterium.
- Optionen auflisten (15 Minuten). Sammle mindestens drei, darunter eine gestufte Variante mit Ausstiegspunkt. Fehlt sie, bau gezielt eine.
- Szenarien je Option (45 Minuten). Beschreibe drei bis vier Ausgänge pro Option, jeden mit einem Ergebnis in Euro über einen festen Zeitraum. Der schlimmste plausible Fall gehört immer dazu.
- Wahrscheinlichkeiten schätzen (20 Minuten). Pro Option ergeben sie zusammen 100 Prozent. Ist sich die Runde uneinig, notiere die Spanne.
- Drei Kennzahlen rechnen (15 Minuten). Rechne Erwartungswert, schlimmsten Fall und die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts über einer Schwelle, die du vorher festlegst. Reißt der schlimmste Fall die Grenze aus Schritt 1, streich die Option.
- Kipp-Punkt suchen (20 Minuten). Frag dich: Bei welcher Erfolgswahrscheinlichkeit fällt der Erwartungswert auf null? Liegt dieser Wert nah an deiner Schätzung, ist die Option fragil gegenüber einem Schätzfehler.
- Umbauen und neu rechnen (20 Minuten). Prüfe, ob du eine Option in Stufen zerlegen, eine Haftung begrenzen oder einen Ausstieg vertraglich sichern kannst. Jede solche Änderung verschiebt die Verteilung. Wiederhole danach Schritt 5.
MerksatzDie Verlustgrenze steht fest, bevor die erste Zahl gerechnet wird.
Praxisbeispiel: Digitales Fachportal in einem Verlag
Die Bewertung hat die scheinbar sicherste Option aussortiert und gezeigt, dass der Vollstart schon nach eigenen Zahlen im Minus liegt. Gewählt wurde ein Pilot mit Ausstiegspunkt.
Beispiel frei erfunden, Zahlen zur Veranschaulichung.
Ausgangslage. Ein Fachverlag mit 420 Beschäftigten verliert seit Jahren Printabonnenten seiner Bauzeitschriften. Der Vorstand will ein digitales Fachportal mit Normen, Urteilen und Rechenhilfen für Planungsbüros aufbauen.
Parallel liegt ein Angebot einer Softwarefirma vor, die das Archiv für ihre Planungssoftware lizenzieren will. Entschieden wird in vier Wochen, betrachtet werden drei Jahre.
Teilnehmende. Vorstand, kaufmännische Leiterin, Chefredakteur, Leiter Digitalprodukte, Justiziarin. Fünf Personen, zwei Termine à 90 Minuten.
Verlustgrenze. Die kaufmännische Leiterin setzt sie bei 1,5 Mio. Euro. Ein höherer Verlust würde das Eigenkapital so belasten, dass die Hausbank nachverhandeln könnte.
Drei Optionen, Ergebnis über drei Jahre in Mio. Euro:
| Option | Szenario | Wahrscheinlichkeit | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| A Vollstart | Portal floppt | 50 % | -1,20 |
| A Vollstart | Solides Nischenprodukt | 35 % | +0,50 |
| A Vollstart | Branchenstandard | 15 % | +2,50 |
| B Pilot, dann Ausbau | Pilot verfehlt Ziel, Abbruch | 40 % | -0,18 |
| B Pilot, dann Ausbau | Pilot gut, Ausbau floppt trotzdem | 10 % | -1,38 |
| B Pilot, dann Ausbau | Solides Nischenprodukt | 35 % | +0,30 |
| B Pilot, dann Ausbau | Branchenstandard | 15 % | +2,20 |
| C Archivlizenz | Lizenz läuft wie geplant | 90 % | +0,40 |
| C Archivlizenz | Lizenznehmer wird zum Konkurrenten | 10 % | -2,50 |
Der Pilot kostet 180.000 Euro für zwölf Monate mit 40 Pilotkunden. Ausgebaut wird nur, wenn mindestens 25 davon verlängern. Die Erfolgsszenarien fallen bei B kleiner aus als bei A, weil das Portal ein Jahr später voll startet.
Option C bringt eine feste Lizenzgebühr, verlangt aber fünf Jahre Exklusivität für digitale Nutzung.
Ergebnis der Bewertung (Kipp-Punkt = Wahrscheinlichkeit, bei der der Erwartungswert auf null fällt). Für den Kipp-Punkt wandert Wahrscheinlichkeit nur zwischen Erfolg und Verlust, bei B anteilig auf beide Verlustszenarien:
| Option | Erwartungswert | Schlimmster Fall | Verlust über 1 Mio. | Kipp-Punkt | Urteil |
|---|---|---|---|---|---|
| A Vollstart | -0,05 | -1,20 | 50 % | Erfolg ab 16,4 % (geschätzt 15 %) | Verworfen |
| B Pilot | +0,225 | -1,38 | 10 % | Erfolg ab 6,4 % (geschätzt 15 %) | Gewählt |
| C Lizenz | +0,11 | -2,50 | 10 % | Schaden ab 13,8 % (geschätzt 10 %) | Ausgeschlossen |
Der überraschende Moment. In der ersten Runde galt die Lizenz als sichere Wahl: sofort Geld, neun von zehn Fällen ohne Verlust. Dann rechnete die Justiziarin den Gegenfall durch.
Wird die Software zum Standard, verkauft der Lizenznehmer die Verlagsinhalte selbst an Planungsbüros. Der Verlag darf fünf Jahre lang nicht digital gegenhalten. Der schlimmste Fall der scheinbar sichersten Option war der größte im ganzen Vergleich und riss die Verlustgrenze.
Der zweite Befund kam aus dem Kipp-Punkt. Der Vollstart braucht mindestens 16,4 Prozent Erfolgswahrscheinlichkeit, geschätzt waren 15. Er lag also schon nach den eigenen Zahlen knapp im Minus.
Beim Pilot reichen 6,4 Prozent. Sinkt die Erfolgschance auf 5 Prozent, fällt A auf -0,42 Mio. Euro, B nur auf -0,04 Mio. Euro.
Ergebnis. Der Vorstand gibt den Pilot frei und verhandelt die Lizenz neu: ohne Exklusivität, dafür mit niedrigerer Gebühr. Die Ausbauentscheidung fällt nach zwölf Monaten anhand der Verlängerungsquote.
Was die Methode hier nicht geleistet hat: Alle Wahrscheinlichkeiten sind Schätzungen der Runde ohne Marktdaten dahinter. Ob 40 Pilotkunden repräsentativ sind, beantwortet die Rechnung nicht.
Das Szenario mit 10 Prozent Fehlstart nach gutem Pilot zeigt außerdem: Auch mit Pilot bleibt ein großer Verlust möglich. Er wird nur seltener.
MerksatzDie scheinbar sicherste Option kann den größten schlimmsten Fall haben.
Vorteile und Nachteile
Die Methode macht verborgene Ausreißer sichtbar und lenkt den Blick auf Gestaltbarkeit. Ihre Zahlen sind aber nur so gut wie die Schätzungen dahinter.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Zeigt Optionen, die im Mittel gut aussehen und selten ruinös sind | Wahrscheinlichkeiten für seltene Ereignisse sind kaum schätzbar |
| Verlustgrenze vorab macht Risikobereitschaft ausdrücklich | Kein festgelegter Ablauf, Ergebnisse hängen von der Moderation ab |
| Regt an, Optionen umzubauen statt nur auszuwählen | Für die Methode als Ganzes fehlt eine Wirksamkeitsstudie |
| Kipp-Punkt zeigt, wie empfindlich eine Wahl auf Schätzfehler reagiert | Ausreißer, an die niemand denkt, fehlen auch in der Tabelle |
| Mit Tabellenkalkulation in wenigen Stunden machbar | Kann als Rechtfertigung für riskante Wetten missbraucht werden |
Wie seltene, unvorhergesehene Ereignisse Planungen sprengen, zeigt die Seite über Schwarze Schwäne.
Typische Fehler
Risiken und typische Fehler
Die meisten Fehler entstehen, wenn das Etikett „asymmetrisch“ die Rechnung ersetzt. Fehler 1 und 6 lassen sich aus den Quellen ableiten (Prospect Theory, Kritik an Realoptionen). Die übrigen ergeben sich aus der Logik der Methode.
- Verlustangst als Asymmetrie verkaufen. Prospect Theory zeigt, dass Verluste psychologisch schwerer wiegen. Wer jede Option mit möglichem Verlust meidet, folgt diesem Effekt und nennt ihn Vorsicht.
- Den Einsatz klein rechnen. Ein Pilot kostet mehr als sein Budget: Aufmerksamkeit der Führung, Teamzeit, Reputation bei einem öffentlichen Abbruch.
- Ausstiegspunkte ohne Biss. Ein Abbruchkriterium, das niemand durchsetzt, macht aus einer Option eine schleichende Vollinvestition. Hier helfen verbindliche Abbruchkriterien.
- Viele kleine Wetten ohne Summe. Zehn Piloten mit je 200.000 Euro Einsatz können zusammen die Verlustgrenze reißen.
- Nur die eigene Seite sehen. Wer eine konvexe Position hält, hat oft einen Vertragspartner mit der konkaven. Der wird nachverhandeln oder aussteigen.
- Scheingenauigkeit. Realoptionen setzen eine geschätzte Volatilität voraus. Formeln mit drei Nachkommastellen täuschen über diese Unsicherheit hinweg. Spannen sind ehrlicher als Punktwerte.
Grenzen
Wann passt die Methode und wann nicht?
Die Methode passt, wenn die Ausgänge weit streuen und sich die Entscheidung noch gestalten lässt. Bei engen, gut bekannten Verteilungen reicht der Erwartungswert. Wo sich Wahrscheinlichkeiten gar nicht mehr sinnvoll schätzen lassen, hilft die Unterscheidung von Risiko und Unsicherheit.
| Situation | Eignung | Begründung |
|---|---|---|
| Neues Produkt, Markteintritt, Geschäftsmodell | Sehr gut | Große Streuung, Stufen und Ausstiege lassen sich einbauen |
| Verträge mit Haftung, Exklusivität oder Abnahmepflicht | Sehr gut | Deckt konkave Klauseln mit seltenem, großem Schaden auf |
| Portfolio aus Innovationsprojekten | Gut | Verlustgrenze für das ganze Portfolio statt pro Projekt |
| Übernahme oder Großinvestition | Gut, ergänzend | Ergänzt die Kapitalwertrechnung um den schlimmsten Fall |
| Wiederkehrende Entscheidungen mit stabiler Datenlage | Schwach | Erwartungswert reicht, Ausreißer mitteln sich über viele Fälle aus |
| Akute Lage mit Minuten Vorlauf | Ungeeignet | Keine Zeit für Szenarien, hier helfen eingeübte Abläufe wie der OODA-Loop |
| Ethische oder rechtliche Pflichtentscheidung | Ungeeignet | Eine Pflicht ist kein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten |
| Leicht umkehrbare Alltagsentscheidung | Ungeeignet | Bei Bezos' Typ 2 ist der Verlust schon begrenzt, schnell entscheiden |
Abgrenzung zu verwandten Methoden
Die asymmetrische Bewertung fragt nach der Form der Verteilung. Verwandte Methoden fragen nach Gewichten, Zukünften, Umkehrbarkeit oder entgangenem Nutzen.
| Methode | Leitfrage | Unterschied |
|---|---|---|
| Gewichtete Entscheidungsmatrix (Nutzwertanalyse) | Welche Option erfüllt die eigenen Kriterien am besten? | Bewertet Kriterien mit Gewichten, ohne Wahrscheinlichkeiten und ohne Blick auf Ausreißer |
| Szenarioanalyse | Welche Zukünfte sind plausibel? | Entwirft Umfeldszenarien. Die asymmetrische Bewertung hängt an jedes Szenario ein Ergebnis und eine Wahrscheinlichkeit. |
| Entscheidungsbaum | Welche Folgeentscheidungen und Zufälle folgen aufeinander? | Rechnet den Erwartungswert über Stufen. Er liefert die Zahlen, die hier zusätzlich nach Form bewertet werden. |
| Reversible Entscheidungen | Kann ich das rückgängig machen? | Umkehrbarkeit ist ein Sonderfall begrenzten Verlusts, ohne Blick auf die Gewinnseite |
| Opportunitätskosten | Was entgeht mir mit dieser Wahl? | Vergleicht mit der besten Alternative, ohne Verteilung der Ausgänge |
| Abbruchkriterien | Wann ist Schluss? | Macht die Ausstiegspunkte verbindlich, von denen eine konvexe Option lebt |
| Pre-Mortem | Warum ist es gescheitert? | Sammelt Ausfallursachen qualitativ und liefert Kandidaten für den schlimmsten Fall |
Quellen
- Bernoulli, D. (1738) und Bernoulli, N. (1713): zitiert nach Wikipedia: St. Petersburg paradox.
- Markowitz, H. (1952): Portfolio Selection. The Journal of Finance, 7(1), 77 bis 91. Zitiert nach Gasparavičius und Grigutis, arXiv 2402.10253.
- Myers, S. C. (1977): Determinants of corporate borrowing. Journal of Financial Economics, 5(2), 147 bis 175. Das Arbeitspapier von 1976 verwendet den Begriff real options. Zuschreibung des Begriffs an Myers laut Wikipedia: Real options valuation.
- Kahneman, D., Tversky, A. (1979): Prospect Theory: An Analysis of Decision under Risk. Econometrica, 47(2).
- McGrath, R. (1999): Falling forward: Real options reasoning and entrepreneurial failure. Academy of Management Review, 24(1), 13 bis 30. Zitiert nach Columbia Business School und Cambridge-Literaturliste.
- Taleb, N. N. (2012): Antifragile: Things That Gain from Disorder. Random House. Zitiert nach Wikipedia: Antifragile und Bibliothekskatalog.
- Taleb, N. N., Douady, R. (2012): Mathematical Definition, Mapping, and Detection of (Anti)Fragility. arXiv 1208.1189.
- Bezos, J. (2016): Brief an die Aktionäre zum Geschäftsjahr 2015. Amazon.com, SEC Exhibit 99.1.
- Graham, J. R., Harvey, C. R. (2002): How do CFOs make capital budgeting and capital structure decisions? Journal of Applied Corporate Finance, 15(1).
- Farnam Street: Reversible and Irreversible Decisions.
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