Entscheidungen treffen · Vertiefung
Bewusstes Nichtwissen: wann Wegsehen klug ist
Wie du Information gezielt ausblendest, wo sie dein Urteil verzerrt, und hinsiehst, wo sie deine Entscheidung ändern kann.
Rund 280 Nachrichten am Tag: Händleranfragen, Pressespiegel, Kommentare aus sozialen Netzwerken. Seit Montag läuft ein Rückruf für eine Charge Halterungen, und alles landet bei Andrea Kessler, der Werkleiterin des Automobilzulieferers.
Am Mittwoch legt die Qualitätssicherung einen Prüfbericht zu einer zweiten Charge vor. Andrea will ihn erst nach der Pressekonferenz am Donnerstag lesen, um einen klaren Kopf zu behalten. Ist das kluge Selbstbegrenzung oder schon Wegsehen?
Was ist bewusstes Nichtwissen?
Die westliche Denktradition geht davon aus, dass Menschen Wissen schätzen und suchen. Dem widersprechen Ralph Hertwig vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin und Christoph Engel vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn. Menschen wählen oft bewusst, etwas nicht zu wissen.
Ihr Aufsatz „Homo Ignorans“ erschien in Perspectives on Psychological Science. Das Verlangen, nicht zu wissen, sei keine Anomalie, schreiben die Autoren. Es sei eine Wahl, Unsicherheit zu suchen statt sie zu verringern.
2020 folgte bei MIT Press der Sammelband „Deliberate Ignorance: Choosing Not to Know“, herausgegeben von beiden. Er erschien in der Reihe Strüngmann Forum Reports und versammelt Beiträge aus Psychologie, Ökonomie, Geschichte, Informatik, Soziologie, Philosophie und Recht.
Hertwig und Engel ordnen das Phänomen in sechs Funktionen, hier mit je einem Beispiel aus ihrem Einleitungskapitel.
| Funktion | Beispiel nach Hertwig und Engel | Bezug zur Führung (Ergänzung von T1Leaders) |
|---|---|---|
| Gefühle regulieren, Reue vermeiden | Anlegende schauen in einer Baisse nicht auf ihr Depot | Schutz vor Kurzschlusshandlungen, Risiko der Verdrängung |
| Spannung und Überraschung erhalten | Keine Spoiler zu einer Serie oder einem Krimi | Im Berufsalltag selten relevant |
| Leistung sichern | Auf Rückmeldung verzichten, weil sie die Aufmerksamkeit auf die eigene Person lenken kann (laut den Autoren eine kontraintuitive Möglichkeit) | Rückmeldung in Lernphasen dosieren |
| Strategisch handeln | Verhandeln, Selbstdisziplin, Verantwortung oder Haftung ausweichen | Teils legitim, teils der Weg in die Verantwortungslosigkeit |
| Unparteilich urteilen | Vorspiel hinter dem Vorhang, doppelt verblindete Studien | Verblindete Sichtung von Bewerbungen und Angeboten |
| Aufmerksamkeit schonen | Gezielt ignorieren in einer informationsreichen Umwelt | Informationsdiät in der Krise |
Strategisches Nichtwissen hat bei Hertwig und Engel vier Unterformen. Wer in einer Verhandlung nicht weiß, was ein Abbruch beide Seiten kostet, schiebt die Last der Einigung der informierten Seite zu. Nichtraucher meiden niedrigere Schätzungen des Rauchrisikos, um nicht zum Rauchen verleitet zu werden, eine Form von Selbstbindung.
Wie verbreitet ist der Wunsch, nicht zu wissen?
Gerd Gigerenzer und Rocio Garcia-Retamero befragten mehr als 2.000 Erwachsene in Deutschland und Spanien, jeweils repräsentativ. Zwischen 86 und 90 Prozent wollten nicht wissen, wann negative Ereignisse in ihrem Leben eintreten. Bei positiven Ereignissen wollten zwischen 40 und 77 Prozent lieber ahnungslos bleiben.
Nur 1 Prozent wollte durchgehend alles wissen. Die einzige Frage, bei der die Mehrheit wissen wollte, betraf das Geschlecht des ungeborenen Kindes. Hier verzichteten nur 37 Prozent.
Wer lieber nicht wissen wollte, war risikoscheuer. Gigerenzer erklärt das Verhalten mit vorweggenommener Reue. Die Befragten wollten Leid und Reue vermeiden, die Wissen über die Zukunft auslösen kann.
Auch in der Medizin ist das verbreitet. Nur 3 bis 25 Prozent der Menschen mit hohem Risiko für die Erbkrankheit Huntington lassen den nahezu sicheren Gentest machen. Bis zu 55 Prozent der Menschen, die sich auf HIV testen lassen, holen ihr Ergebnis nicht ab, so Hertwig und Engel.
Wann ist Nichtwissen für Führungskräfte klug?
Verblinden für faire Urteile
Hertwig und Engel verweisen auf den Schleier des Nichtwissens bei John Rawls. Wer seine eigene Stellung in der Gesellschaft nicht kennt, einigt sich eher auf faire Regeln. Dieselbe Logik steckt in doppelt verblindeten Studien und in Auswahlverfahren.
Das bekannteste Beispiel ist das Vorspiel hinter dem Vorhang in US-Orchestern. Claudia Goldin und Cecilia Rouse fanden 2000, dass der Wechsel zu verdeckten Vorspielen einen Teil des Anstiegs von Frauen in den Orchestern erklärt. Der Frauenanteil in den fünf führenden US-Orchestern stieg von unter 5 Prozent 1970 auf rund 25 Prozent zur Zeit der Studie.
Der Statistiker Andrew Gelman griff 2019 eine Kritik von Jonatan Pallesen auf und bemängelte die großen Standardfehler der Schätzungen. Einige Koeffizienten waren schon nach Angabe der Autoren nicht statistisch signifikant. Verdeckte Vorspiele hält Gelman trotzdem für sinnvoll, auch wenn der Effekt kleiner ausfällt.
Für Personalentscheidungen bedeutet das: Verblinden ist ein gezielter Verzicht auf Information, die das Urteil nicht steuern soll. Name, Foto, Alter oder die Meinung des Vorgängers fallen darunter. Wie ein strukturiertes Verfahren aussieht, zeigt die Seite Unconscious Bias bei Personalentscheidungen.
Informationsdiät in der Krise
Die sechste Funktion bei Hertwig und Engel betrifft die begrenzte Aufmerksamkeit. Anastasia Kozyreva, Sam Wineburg, Stephan Lewandowsky und Ralph Hertwig nennen das 2023 „kritisches Ignorieren“. Gemeint ist die Wahl, was du ignorierst und wohin deine begrenzte Aufmerksamkeit fließt.
Eine ihrer drei Strategien heißt Selbst-Nudging. Du entfernst Versuchungen aus deiner digitalen Umgebung, etwa indem du ablenkende Apps abschaltest.
In einer Krise bündelt ein Krisenstab Meldungen zu einem Lagebild, und die Leitung liest dieses Lagebild statt jeder Einzelmeldung. Wie Druck die Aufnahme von Information verengt, beschreibt die Seite Stress und Entscheidungen. Die Selbst-Nudging-Idee vertieft Selbstüberlistung.
MerksatzGutes Nichtwissen hat eine Regel, die vorher feststeht. Schlechtes Nichtwissen entsteht im Moment, weil die Wahrheit unbequem wäre.
Wann wird Nichtwissen zur Verdrängung?
Hertwig und Engel betonen, dass bewusstes Nichtwissen an sich weder rational noch irrational, weder ethisch noch unethisch ist. Sie beschreiben zugleich eine dunkle Seite. Menschen nutzen Nichtwissen, um Verantwortung auszuweichen oder Haftung zu entgehen.
Ein Experiment von Jason Dana, Roberto Weber und Jason Kuang zeigt diesen Mechanismus. Studenten teilten Geld zwischen sich und einer anderen Person auf. Wenn die Folgen offen lagen, wählten 74 Prozent die faire Aufteilung.
In einer zweiten Gruppe konnten die Teilnehmer die Folgen für die andere Person per Klick aufdecken. Nur 56 Prozent taten das, und nur 47 Prozent deckten auf und teilten fair. Die Autoren schließen, dass viele Menschen vor allem nicht unfair erscheinen wollen.
Russell Golman, David Hagmann und George Loewenstein werteten 2017 die Forschung zur Informationsvermeidung aus. Menschen meiden Information demnach auch dann, wenn sie nützlich ist und nichts kostet. Die Übersicht behandelt auch die Kosten dieses Verhaltens für Einzelne und Gesellschaft.
Die drei Prüffragen im Baum sind eine Ergänzung von T1Leaders. Sie greifen zwei Gesichtspunkte von Hertwig und Engel auf: Lässt sich auf die Information hin handeln? Entsteht anderen ohne ihre Zustimmung ein Schaden?
Kluges Nichtwissen oder Verdrängung?
Soll die Information ein Urteil gerade nicht beeinflussen, etwa Name, Alter oder Vorgeschichte?
JaVerblinden. Die Regel vorab festlegen und dokumentieren.
NeinWeiter mit Frage 2.
Kann die Information eine Entscheidung ändern, die du verantwortest?
JaHinsehen, mit festem Termin. Nichtwissen wäre hier Verdrängung.
NeinWeiter mit Frage 3.
Tragen andere Menschen den Schaden, wenn du nicht hinsiehst?
JaHinsehen oder die Zuständigkeit ausdrücklich übertragen.
NeinNichtwissen ist vertretbar. Einen Termin zur Wiedervorlage festhalten.
Daten als Tabelle
| Frage | Ja | Nein |
|---|---|---|
| 1. Soll die Information ein Urteil gerade nicht beeinflussen? | Verblinden, Regel vorab dokumentieren | Weiter mit Frage 2 |
| 2. Kann sie eine Entscheidung ändern, die du verantwortest? | Hinsehen, mit festem Termin | Weiter mit Frage 3 |
| 3. Tragen andere den Schaden, wenn du nicht hinsiehst? | Hinsehen oder Zuständigkeit übertragen | Nichtwissen vertretbar, Wiedervorlage festhalten |
Die Fairnessfrage steht vorn: Verblindete Information würde das Urteil verändern, obwohl sie es nicht soll.
Wie grenzt sich bewusstes Nichtwissen von verwandten Begriffen ab?
Vier Nachbarbegriffe klingen ähnlich und beantworten andere Fragen.
| Begriff | Leitfrage | Unterschied zum bewussten Nichtwissen |
|---|---|---|
| Fehlende Informationen | Welche Lücke schließe ich, welche akzeptiere ich? | Die Information ist dort schwer oder gar nicht zu haben. Beim bewussten Nichtwissen läge sie bereit |
| Wert von Information | Ist die Information ihren Preis wert? | Rechnet mit dem Nutzen für die Entscheidung. Bewusstes Nichtwissen kommt auch bei kostenloser, nützlicher Information vor |
| Confirmation Bias | Warum suche ich vor allem Bestätigung? | Läuft meist unbemerkt ab. Bewusstes Nichtwissen ist eine Wahl, die sich benennen lässt |
| Vorsätzliche Blindheit (willful ignorance) | Sehe ich weg, um nicht verantwortlich zu sein? | Die schädliche Unterform. In US-Strafprozessen dürfen Geschworene dann das Wissen als gegeben ansehen, so Hertwig und Engel |
Begriffsabgrenzung von T1Leaders.
Praxisbeispiel: Rückruf im Zuliefererwerk
Andrea hat zwei Informationsströme vor sich: die Flut aus Postfach und sozialen Netzwerken und einen Prüfbericht.
Die Flut. Andrea liest bisher jede der rund 280 Nachrichten selbst, im Schnitt 1,5 Minuten pro Nachricht. Das sind 420 Minuten, also 7 Stunden am Tag.
Sie legt fest: Der Krisenstab fasst alles zweimal täglich in einem Lagebild zusammen, je 20 Minuten Lektüre. Direkt an sie gehen nur Meldungen aus Qualität, Recht und Kundenbetreuung, erwartet sind etwa 12 zu je 2 Minuten.
| Vorgehen | Rechnung | Zeit pro Tag |
|---|---|---|
| Alles selbst lesen | 280 × 1,5 Minuten | 420 Minuten |
| Zwei Lagebilder | 2 × 20 Minuten | 40 Minuten |
| Direktmeldungen aus drei Fachkanälen | 12 × 2 Minuten | 24 Minuten |
| Informationsdiät gesamt | 40 + 24 Minuten | 64 Minuten |
| Gewonnene Zeit | 420 − 64 Minuten | 356 Minuten, knapp 6 Stunden |
Der Baum bestätigt das: Kommentare aus sozialen Netzwerken ändern keine ihrer Entscheidungen. Die Kommunikationsabteilung verfolgt sie weiter.
Der Prüfbericht. Hier endet Frage 2 mit Ja. Zeigt der Bericht Mängel an der zweiten Charge, ändert das den Umfang des Rückrufs und damit die Aussage auf der Pressekonferenz.
Dazu tragen Fahrzeughalter das Risiko. Andrea liest den Bericht am Mittwochabend mit der Qualitätsleiterin. Der Wunsch nach einem klaren Kopf ist berechtigt, beim Bericht wäre Aufschieben aber Verdrängung.
Was die Methode offenlässt: Ob der Bericht eine Ausweitung des Rückrufs verlangt, beantworten Fachleute und Vorschriften. Der Baum sagt nur, dass Andrea das vor der Pressekonferenz wissen muss.
Typische Fehler
Welche Fehler passieren beim bewussten Nichtwissen?
- Die Regel erst im Moment erfinden. Wer über das Wegsehen entscheidet, während die unbequeme Nachricht schon im Postfach liegt, entscheidet selten neutral. Lege Filter und Verblindung fest, bevor Inhalte eintreffen.
- Verblinden und danach doch nachsehen. Wer die Bewertung nach einem Blick auf Name oder Foto korrigiert, verliert den Schutz. Halte Bewertungen schriftlich fest, bevor die verdeckte Information sichtbar wird.
- Die Flut abschalten, ohne die Zuständigkeit zu übertragen. Dann sieht niemand hin. Benenne für jeden ignorierten Kanal eine Person, die ihn verfolgt und Schwellen meldet.
- Nichtwissen als Schutzschild nutzen. Frage dich, ob du die Information meidest, um später sagen zu können, du hättest nichts gewusst.
Grenzen
Wo darfst du als Führungskraft nicht wegsehen?
- Sicherheit, Gesundheit und Recht: Wo Pflichten zur Kenntnis bestehen, etwa bei Prüfberichten oder Meldepflichten, entbindet bewusstes Nichtwissen von nichts.
- Dünne Evidenz für Führungsfragen: Die Befunde stammen aus Befragungen, Laborexperimenten mit Studenten und Orchesterdaten. Studien zu Informationsdiäten von Führungskräften in Krisen fehlen.
Gegenmittel
So setzt du bewusstes Nichtwissen um
- Informationsströme auflisten: Notiere, welche Kanäle, Berichte und Meinungen dich vor einer Entscheidung erreichen.
- Jeden Strom durch die drei Fragen führen: Fairness, eigene Entscheidung, Schaden für andere. Beim ersten Ja steht die Antwort fest.
- Regeln vorher festlegen: Verblindung und Filter gelten ab einem Datum, bevor Inhalte eintreffen. Schreib sie auf.
- Zuständigkeit für jeden ignorierten Kanal benennen: Eine Person verfolgt ihn und meldet, sobald eine vorher vereinbarte Schwelle erreicht ist.
- Wiedervorlage setzen: Lege für jede Entscheidung zum Nichtwissen ein Datum fest, an dem du sie erneut prüfst.
Situationsfrage
Situationsfrage · Die Einschätzung des Vorgängers
Du entscheidest über eine Beförderung zwischen drei Kandidaten und hast ihre Arbeitsproben vor dir. Der frühere Abteilungsleiter bietet dir seine persönlichen Einschätzungen zu allen dreien an. Was tust du?
- ADu liest die Einschätzungen vorab, weil der Vorgänger die drei jahrelang erlebt hat und du so die Arbeitsproben besser einordnen kannst.
- BDu bewertest zuerst die Arbeitsproben, hältst das schriftlich fest und liest die Einschätzungen danach als zusätzliche Quelle.
- CDu lehnst die Einschätzungen ab, damit die Beförderung allein auf den Arbeitsproben beruht und niemand dir Voreingenommenheit vorwerfen kann.
Auflösung anzeigen
Antwort B. B sichert ein unabhängiges erstes Urteil und verschenkt danach keine Information. A lässt die Meinung des Vorgängers die Bewertung färben. C verzichtet auf Hinweise, die deine Wahl berechtigt ändern könnten.
Häufige Fragen
Ist bewusstes Nichtwissen dasselbe wie Ignoranz?
Nein. Ignoranz im Alltagssinn meint Desinteresse. Bewusstes Nichtwissen ist eine benennbare Wahl, etwa für Fairness oder Aufmerksamkeit.
Ist eine Informationsdiät in der Krise verantwortungslos?
Nicht, wenn jeder ausgeblendete Kanal eine zuständige Person mit Meldeschwelle hat. Verantwortungslos wird es, wenn Berichte liegen bleiben, die eine Entscheidung ändern könnten.
Quellen
- Hertwig, R. und Engel, C. (2016). Homo Ignorans: Deliberately Choosing Not to Know. Perspectives on Psychological Science, 11(3), 359 bis 372. DOI.
- Hertwig, R. und Engel, C. (2020). Homo Ignorans: Deliberately Choosing Not to Know. In R. Hertwig und C. Engel (Hrsg.), Deliberate Ignorance: Choosing Not to Know. Strüngmann Forum Reports, Band 29. MIT Press. Kapitel als PDF.
- Max-Planck-Institut für Bildungsforschung: Deliberate Ignorance: Choosing Not to Know. Buchvorstellung.
- Max-Planck-Gesellschaft (2021): Nichtwissen mit Bedacht. Artikel vom 5. Mai 2021.
- Gigerenzer, G. und Garcia-Retamero, R. (2017). Cassandra's regret: The psychology of not wanting to know. Psychological Review. DOI 10.1037/rev0000055. Zusammenfassung: Pressemitteilung MPIB.
- Goldin, C. und Rouse, C. (2000). Orchestrating Impartiality: The Impact of „Blind“ Auditions on Female Musicians. American Economic Review, 90(4), 715 bis 741. NBER Working Paper 5903.
- Gelman, A. (2019). Did blind orchestra auditions really benefit women? Statistical Modeling, Causal Inference, and Social Science, Columbia University.
- Dana, J., Weber, R. A. und Kuang, J. X. (2007). Exploiting moral wiggle room: experiments demonstrating an illusory preference for fairness. Economic Theory, 33, 67 bis 80. PDF.
- Golman, R., Hagmann, D. und Loewenstein, G. (2017). Information Avoidance. Journal of Economic Literature, 55(1), 96 bis 135. AEA.
- Kozyreva, A., Wineburg, S., Lewandowsky, S. und Hertwig, R. (2023). Critical Ignoring as a Core Competence for Digital Citizens. Current Directions in Psychological Science, 32(1), 81 bis 88. DOI.
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